Regierung sieht Arbeitsmarktdaten als Freischein zum Sozialabbau

Nach Jahren steigender Arbeitslosigkeit scheinen die aktuellen Statistiken des AMS erstmals eine Trendumkehr auszuweisen. Die Zahlen der als arbeitssuchend gemeldeten oder in Schulung befindlichen Menschen sind allgemein rückläufig bei gleichzeitiger Zunahme offener Stellen.

Dass die neue Regierung aus „TürkisBlau“ nun ausgerechnet diese positiven Nachrichten zum Anlass nimmt um ihre Politik des sozialen Kahlschlags zu rechtfertigen ist für Liste Pilz – Sozialsprecherin Daniela Holzinger zynisch:

„Nach nationaler Definition ist die Arbeitslosigkeit um 0,9 Prozentpunkte auf 9,4 Prozent gesunken. Das ist erfreulich, rechtfertigt aber keineswegs die Einstellung wichtiger arbeitsmarktpolitischer Perspektivenbringer wie des Beschäftigungsbonus oder der Aktion 20.000. Insbesondere letztere Maßnahme wäre dabei notwendig um die am Arbeitsmarkt benachteiligte Gruppe von über 50-jährigen langzeitarbeitslosen Personen wieder die Chance auf ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen.

Durch diese kurzsichtige Vorgehensweise zieht die Regierung gerade am Beginn eines Aufschwungs die Chancen- und Perspektivenbremse für tausende Menschen in diesem Land.

„Ein Neujahrsgeschenk auf das wir gerne verzichtet hätten.“ so Holzinger.

Link zur Rede im Plenum: https://www.facebook.com/daniela.holzinger.3/videos/1654831911242797/?hc_ref=ART4YbQzPMwvum0JxDJdQlqoNkOnL1uDHzJjDt8xHOPmnu4XX40jqEwAxUzesvYF6uE